Hier sehen Sie das Paradebeispiel eines sogenannten “Driver”.
Ein bildschöner Ur-Elfer der allerletzten sogenannten F-Serie, von denen wiederum die letzten der letzten für den USA-Markt gebauten 911 2.4T den brandneu konfigurierten 6-Zylinder-Boxer mit neu entwickelter Einspritzanlage BOSCH K-Jetronic auf den Weg bekamen. Genau dieser 2.4 Liter- Motor wurde nur wenige Monate später als 2.7 liter im neu präsentierten G-Modell mit 150 PS eingeführt und setzte die Evolution des Porsche 911 so fort, wie wir inzwischen alle aus den vergangenen Jahrzehnten wissen - Der Porsche 911 war, ist und bleibt DER Sportwagen, an dem sich ausnahmslos alle weiteren Hersteller messen lassen müssen.
Und nun stehen wir vor einem geminiblauen Coupé, dem man nach längerer Betrachtung vor allem eines ansieht - es durfte in bester Umgebung und wohlbehütet altern, oder besser: reifen! Denn “alt” im Sinne von “verbraucht” oder gar “gebrechlich” ist es ganz und gar nicht! Über die letzten 5 Jahrzehnte kümmerten sich regelmäßig die offensichtlich richtigen Leute maßvoll und mit Verstand darum, so daß dieses Coupé es ohne sichtbare Narben oder größere Blessuren ins jetzt, hier und heute schaffte. Keine ernsthaften früheren Blechschäden in Form von Unfall oder Rostfraß an seiner Karosserie wirken sich wohltuend beruhigend auf den Betrachter aus. Je erfahrener und routinierter der Blick auf alle neuralgischen Punkte ist, umso mehr kommt man nach ausgiebiger Prüfung zu dem Schluß, es mit einem grundguten, unrestaurierten Exemplar zu tun zu haben, das man bestens mit “ehrliche Haut” bezeichnen will.
Nachdem wir uns also ausgiebig mit ihm beschäftigen durften, erlauben wir uns, grundsätzlich Wissenswertes zu diesem Modell zu vermitteln.
Der Porsche 911 der F-Baureihe aus dem Baujahr 1973 markiert den krönenden Abschluss der klassischen Ur-911-Generation – eine Ära, in der Porsche den Grundstein für den Mythos legte, der bis heute anhält. Elegant, puristisch und technisch auf der Höhe seiner Zeit verkörpert der 911 F das authentische Fahrgefühl, das Sportwagen-Enthusiasten weltweit begeistert.
Besonders interessant sind die letzten etwa 300 Fahrzeuge dieser Baureihe, die für den US-Markt bestimmt waren. Diese seltenen Exemplare unterscheiden sich technisch deutlich von den übrigen F-Modellen: Erstmals kam hier die neu entwickelte BOSCH K-Jetronic zum Einsatz – eine mechanisch gesteuerte Saugrohreinspritzung, die kurz darauf beim Nachfolgemodell, dem sogenannten G-Modell, in Serie ging. Mit einer Leistung von 140 PS bot der 2,4-Liter-Sechszylinder-Boxermotor die gleiche Kraftentfaltung wie seine Vorgänger, jedoch mit einem deutlich verbesserten Verbrauchsverhalten und einer wesentlich einfacheren Wartung.
Im Vergleich zu den bisherigen Varianten mit Vergaser oder der aufwendigeren mechanischen Einspritzanlage (MFI) brachte die K-Jetronic eine technische Evolution, die den Weg für die kommenden Generationen des 911 ebnete. Diese besondere Kombination aus klassischer F-Baureihe und zukunftsweisender Einspritztechnik macht die Fahrzeuge aus dem Produktionsjahr 1973 mit dieser Ausstattung so außergewöhnlich – in der Porsche-Szene werden sie liebevoll als „73½“ bezeichnet.
Optisch präsentiert sich der 911 F mit den typischen, klaren Linien des Urmodells: kompakte Proportionen, filigrane Stoßstangen und das ikonische, rundliche Heck, das den unverwechselbaren 911-Charakter prägt. Im Innenraum herrscht sportliche Schlichtheit – funktional, fahrerorientiert und hochwertig verarbeitet.
Heute zählen die sogenannten „73 einhalber“ zu den besonders gesuchten Klassikern unter den frühen Elfern. Sie verbinden das pure, ursprüngliche Fahrgefühl der ersten 911-Generation mit einem Hauch technischer Moderne – und gelten als Bindeglied zwischen Tradition und Fortschritt. Ein seltener Porsche mit Sammlerwert und historischer Bedeutung, der das Ende einer Ära und gleichzeitig den Beginn einer neuen Generation markiert.
Unser 73 1/2er wurde 2004 nach Deutschland importiert und auch im April 2004 erstmals hier zugelassen. Sämtliche Wartungsbelege und Arbeiten seit 2004 bis 2009 liegen uns von besagtem BRD-Erstbesitzer vor.
Im Jahr 2009 schließlich durfte er zu seinem 2. BRD-Besitzer, der ihn bis heute fuhr und auch von ihm liegen uns alle Arbeiten im Laufe der letzten 16 Jahre in Form von Rechnungen vor. Erste gute Nachricht also lautet - die letzten 21 Jahre wurde ein grundgutes Auto gefahren, und immer zum richtigen Zeitpunkt entsprechend gewartet, repariert und inspiziert, so daß man heute höchstwahrscheinlich von einer deutlichen Verbesserung im Vergleich zu Ist-Zustand im Jahr 2004 reden kann. In Summe legte der 11er innerhalb der letzten 21 Jahre keine 30000 km zurück. Ebenfalls in Summe wurde nach Kauf in 2004 rund 1 € pro gefahrenem Kilometer in seine Wartung und seine Verbesserung investiert. Darin enthalten sind natürlich auch Dinge wie Sportlenkrad, Replika- Recaro S- Sitze, BILSTEIN-Fahrwerk usw, aber eben auch Dinge wie Wärmetauscher und Auspuffanlage, Bremsanlage, K-Jetronic Überholung, Motor - Teilrevision und all der übliche Kleinkram wie HKZ, Blinker-Lenkstockschalter usw., usw., usw.
Und dann fährt man ein ordentliches Stück damit und “er-fährt” im besten Sinne des Wortes, warum der Porsche sich so lässig und spielerisch fahren lässt, ohne die geringste Ermüdungserscheinung zu zeigen. Als wäre des Auto ein paar wenige Jahre jung, will er neben einem betriebswarmen Motor Drehzahlen wie jeder anständige Porsche- Motor, er will zügig um die Ecken pfeifen, er will gebremst, geschalten und mit all diesen Dingen bespaßt werden, die einen Sportwagen ausmachen.
Lassen Sie sich die Fotos, unsere Beschreibung und vor allem seinen sehr fairen Preis durch den Kopf gehen und wenn er Sie anspricht, sprechen Sie uns gerne an. Vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin und lassen Sie uns gemeinsam den geminiblauen 731/2er anschauen. Wir freuen uns auf Sie.
mit besten Empfehlungen
Ihr dls-team