PORSCHE 911 2.4S Coupé // lt. aktuellstem Gutachten Note 1- // gulforange!

165.911,00 €

Technische Daten

Hersteller/ Modell:Porsche 911 2.4S Coupé
Exterieur: gulforange
Interieur:Stoff “pepita”/Leder
Erstzulassung: 23.05.1973
Laufleistung:37500km abgelesen
Leistung in PS/ KW: 190/140
Fahrzeugaufbau: Coupé

Ausstattungsmerkmale

RECARO-Sportsitze, Fuchs-Alufelgen, Radio Becker, Hechscheibenwischer, Retro-Trip Rallye-Ausstattung, Sportfahrwerk, div. weitere Extras.

Technische Daten

Hersteller/ Modell:Porsche 911 2.4S Coupé
Exterieur: gulforange
Interieur:Stoff “pepita”/Leder
Erstzulassung: 23.05.1973
Laufleistung:37500km abgelesen
Leistung in PS/ KW: 190/140
Fahrzeugaufbau: Coupé

Ausstattungsmerkmale

RECARO-Sportsitze, Fuchs-Alufelgen, Radio Becker, Hechscheibenwischer, Retro-Trip Rallye-Ausstattung, Sportfahrwerk, div. weitere Extras.

Es gibt Menschen, die behaupten, ein Porsche müsse gefahren werden. Das stimmt. Es gibt allerdings auch Porsche, die erzählen nebenbei eine Geschichte. Und manchmal ist die Geschichte fast so schön wie das Fahren selbst.

Anfang der siebziger Jahre herrschte in Zuffenhausen noch jene eigentümliche Mischung aus Ingenieurskunst und freundlichem Starrsinn, die den 911 berühmt gemacht hat. Man baute den Motor dorthin, wo ihn niemand vermutete, hielt an Luftkühlung fest, während andere längst Wasser bevorzugten, und entwickelte einen Sportwagen, der seinen Fahrer nicht verwöhnte, sondern ernst nahm. Er verzieh wenig, belohnte dafür umso mehr. Das war damals kein Marketing. Das war Überzeugung.

Dieser 911 S verließ das Werk am 23. Mai 1973. Ein Jahr später hätte vieles schon anders ausgesehen. Dickere Stoßfänger. Mehr Gewicht. Mehr Vorschriften. Dieses Coupé gehört also zu jener Generation, die viele Porsche-Enthusiasten bis heute für die reinste Form des Elfers halten.

Sein erstes Zuhause war Sizilien. Nun verbinden die meisten Menschen mit dieser Insel Zitronenhaine, den Ätna oder temperamentvolle Familienfeste. Der Porschefreund denkt dagegen an etwas deutlich Profaneres: trockenes Klima. Es gibt nämlich kaum einen besseren Rostschutz als viele Jahre mediterrane Sonne. Der Wagen hatte also das Glück, dort alt werden zu dürfen, wo Korrosion nur selten zur Tagesordnung gehört.

Gegen Ende des vergangenen Jahrtausends kam das Coupé nach Deutschland.

Eigentlich beginnt die Geschichte aber erst jetzt.

Denn nun traf italienische Gelassenheit auf deutsche Gründlichkeit. Zwei Eigenschaften, die sich im täglichen Leben gelegentlich im Wege stehen, bei einer Porsche-Restaurierung allerdings erstaunlich gut ergänzen.

In den Jahren 2005 und 2006 führte der Weg zu Joos Sportwagen. Wer sich mit frühen Elfern beschäftigt, kennt den Namen ohnehin. Dort wurde nicht verschönert. Dort wurde verstanden.

Das Coupé verschwand bis auf die nackte Rohkarosse. Der Motor wurde vollständig revidiert. Das Getriebe ebenfalls. Und irgendwo während dieser Arbeiten muß wohl jener Augenblick gekommen sein, an dem jeder Restaurator eine Entscheidung treffen muß.

Restauriere ich das Auto nach meinem Geschmack?

Oder nach seinem?

Erfreulicherweise gewann der Porsche.

Das seltene Gulforange blieb genau dort, wo es seit 1973 hingehörte. Heute wirkt diese Farbe beinahe mutiger als damals. Vielleicht deshalb, weil unsere Straßen inzwischen aussehen, als hätten sich sämtliche Automobilhersteller auf die Farbtöne nasser Flusskiesel geeinigt. Gulforange dagegen besitzt eine Eigenschaft, die modernen Lacken oft fehlt.

Es lächelt.

Ebenso unangetastet blieben Motor und Getriebe. Beide Aggregate sind bis heute matching und stimmen mit der Geburtsurkunde der Porsche AG überein. Das klingt zunächst nach einer technischen Randnotiz. Tatsächlich ist es für Porsche-Liebhaber ungefähr das, was eine lückenlose Provenienz für einen Kunstsammler bedeutet.

Das Ergebnis all dieser Arbeiten liegt heute in einem Zustand vor, den ein unabhängiger Sachverständiger mit der Note 1,25 bewertet hat. Solche Zahlen beeindrucken den Kopf.

Der Blick auf das Auto übernimmt den Rest.

Natürlich besitzt dieser 911 alles, was man sich bei einem frühen S wünscht. Die herrlichen RECARO-Sportsitze. Fuchs-Felgen. Ein Becker-Radio. Sportfahrwerk. Heckscheibenwischer. Sogar eine zeitgenössische Retro-Trip-Rallye-Ausrüstung. Das sind keine Accessoires. Das sind Erinnerungen an eine Epoche, als Sportwagen noch nicht in Fahrmodi dachten, sondern einfach fuhren.

Und genau das tut auch dieser Porsche.

Sein 2,4-Liter-Sechszylinder mit 190 PS verlangt keine Einweisung. Nur etwas Gefühl. Die mechanische Einspritzanlage reagiert mit jener unmittelbaren Ehrlichkeit, die moderne Automobile hinter Steuergeräten und Algorithmen längst verborgen haben. Die Lenkung erzählt bereitwillig von jeder Bodenwelle, das Fahrwerk diskutiert nicht über Physik und der Motor klingt so, als hielte er Leistung noch immer für eine Charaktereigenschaft und nicht für eine Prospektangabe.

Vielleicht ist das überhaupt das Geheimnis dieses Wagens.

Er wurde nicht deshalb restauriert, damit er besser wird.

Er wurde restauriert, damit er wieder genau der Porsche sein darf, den seine Konstrukteure vor über fünfzig Jahren gebaut haben.

Und das ist, bei aller Bescheidenheit, ein Unterschied, den man nicht messen kann.

Man muß ihn erfahren.

mit 911 Empfehlungen

Ihr dls-team

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