BMW Z8 // sammlungswürdiger Zustand // 29.000km // gesamte Historie vorliegend

220.000,00 €

Technische Daten

Hersteller/ Modell: BMW Z 8
Laufleistung: 29.000 km
Exterieur: silbermetallic
Interieur: Voll-Leder schwarz
Erstzulassung: März/2001
Leistung in PS/kW: 400 PS
Fahrzeugaufbau: Cabrio/ Roadster

Ausstattungsmerkmale

ABS, el. Wegfahrsperre, el.Fensterheber, ESP, Klimaanlage, Lederausstattung, Leichtmetallfelgen, Navigationssystem, Sitzheizung, Sportsitze, Xenon-Scheinwerfer, Zentralverriegelung, Hardtop, Motorola-Mobiltelefon-Set,
5000 ccm V8, 400 PS, 0-100 4.8 sec, Vmax 250 km/h (abgeregelt)

Technische Daten

Hersteller/ Modell: BMW Z 8
Laufleistung: 29.000 km
Exterieur: silbermetallic
Interieur: Voll-Leder schwarz
Erstzulassung: März/2001
Leistung in PS/kW: 400 PS
Fahrzeugaufbau: Cabrio/ Roadster

Ausstattungsmerkmale

ABS, el. Wegfahrsperre, el.Fensterheber, ESP, Klimaanlage, Lederausstattung, Leichtmetallfelgen, Navigationssystem, Sitzheizung, Sportsitze, Xenon-Scheinwerfer, Zentralverriegelung, Hardtop, Motorola-Mobiltelefon-Set,
5000 ccm V8, 400 PS, 0-100 4.8 sec, Vmax 250 km/h (abgeregelt)

Details

BMW Z8 – als BMW sich einen Traum erlaubte

Erstzulassung Juli 2001 · 29.200 km · Silbermetallic · Vollleder Schwarz · vollständig im Erstlack

Manchmal bauen Automobilhersteller ein Auto, weil der Markt danach verlangt. Manchmal, weil eine Modellreihe einen Nachfolger braucht. Und ganz selten entsteht eines, weil ein paar Menschen der Meinung sind, dass man es einfach bauen sollte.

Der BMW Z8 gehört zur letzten Kategorie.

Ende der neunziger Jahre befand sich BMW in einer bemerkenswerten Phase. Die Marke war technisch selbstbewusst, wirtschaftlich erfolgreich und hatte offenbar noch genügend Freiheit, um sich mit Dingen zu beschäftigen, deren Sinn sich nicht zwingend in Absatzprognosen erklären ließ.

So entstand ein zweisitziger Roadster, der weder einen Vorgänger ersetzen noch eine neue Baureihe begründen sollte. Er durfte einfach zeigen, was BMW unter einem großen Sportwagen verstand, wenn Kostenrechnung und Vernunft für einen Moment nicht das letzte Wort hatten.

Die geistige Verwandtschaft zum legendären BMW 507 war dabei gewollt. Aber glücklicherweise beging man nicht den Fehler, ihn nachzubauen.

Henrik Fisker übersetzte dessen Proportionen in die Gegenwart: lange Motorhaube, weit zurückgesetztes Cockpit, kurze Überhänge, breite Niere und jene seitlichen Kiemen, die ihre Herkunft nicht verleugnen müssen. Das Ergebnis war kein Retroauto im üblichen Sinne. Der Z8 zitierte die Vergangenheit, ohne sich in ihr zu verkleiden.

Das ist vermutlich einer der Gründe, weshalb er heute kaum gealtert wirkt.

Unter seiner Haut wurde es ohnehin ausgesprochen gegenwärtig.

BMW konstruierte für den Z8 einen weitgehend aus Aluminium gefertigten Spaceframe mit Aluminium-Karosserie. Eine Lösung, die erheblichen konstruktiven Aufwand bedeutete und damals alles andere als selbstverständlich war. Dazu kam ein Fahrwerk, das den Z8 eben nicht zu einem boulevardtauglichen Schaustück machte, sondern zu einem ernst zu nehmenden BMW.

Und dann war da noch der Motor.

BMW griff nicht irgendeinen Achtzylinder aus dem Regal, sondern den S62 aus dem damaligen M5.

4.941 Kubikzentimeter, acht Zylinder, Einzeldrosselklappen, 400 PS und 500 Newtonmeter. Ein Motor aus jener kurzen Epoche, in der hohe Leistung noch nicht zwangsläufig mit Turboladern, künstlich erzeugtem Auspufftheater und einer Bedienungsanleitung für die Fahrprogramme einherging.

Dazu gab es ein manuelles Sechsganggetriebe.

Kupplung. Schalthebel. Hinterradantrieb.

Mehr Erklärung brauchte ein schneller BMW damals offenbar nicht.

Dabei ist die reine Leistung heute fast nebensächlich. Moderne Sportwagen beschleunigen schneller, bremsen später und umrunden vermutlich auch irgendeine Rennstrecke in deutlich kürzerer Zeit.

Der Z8 weiß davon nichts.

Und es würde ihn vermutlich auch nicht sonderlich interessieren.

Sein Reiz liegt woanders. In der unmittelbaren Gasannahme dieses großen frei saugenden Achtzylinders. In der mechanischen Selbstverständlichkeit des Schaltens. In der langen Haube vor dem Fahrer und in diesem wunderbaren Gefühl, dass zwischen Mensch und Maschine noch erstaunlich wenig vermittelt werden muss.

Man fährt den Z8 nicht über Menüs.

Man fährt ihn.

Auch der Innenraum folgt dieser Idee. Die Instrumente sitzen in der Mitte des Armaturenbretts, vor dem Fahrer befindet sich beinahe nichts außer Lenkrad und Straße. Aluminium, Leder und klare Formen bestimmen das Bild. Kein Versuch, den Fahrer mit möglichst vielen Funktionen zu beeindrucken.

Für ein Auto, das um die Jahrtausendwende entstand, wirkt das heute beinahe visionär.

Zwischen 2000 und 2003 entstanden lediglich 5.703 Exemplare. Schon damals war ziemlich klar, dass der Z8 kein gewöhnlicher BMW werden würde. Viele verschwanden früh in Sammlungen, manche wurden kaum gefahren.

Dieser hier gehört zu jenen Exemplaren, bei denen man das Wort „Sammlerfahrzeug“ nicht nachträglich bemühen muss.

Er war praktisch von Anfang an eines.

Im Juli 2001 wurde er in den USA erstmals zugelassen. Dort begann ein Lebenslauf, der sich heute lückenlos nachvollziehen lässt – Herkunft, Halter und Wartungen sind dokumentiert.

2010 kam der Z8 nach Österreich. Dort wurde er bis 2018 unter besten Bedingungen gefahren und bewahrt, bevor er nach Augsburg wechselte – zu einem Automobilisten reinsten Wassers, für den ein Z8 weniger Statussymbol als vielmehr eine ziemlich überzeugende Antwort auf die Frage war, welche Autos man besitzen sollte, solange solche Autos noch existieren.

2021 führte sein Weg weiter nach Berlin.

Sein dortiger Besitzer erwarb ihn für seine Sammlung und trennt sich nun altersbedingt nach und nach von seinen Automobilen. Nicht, weil der Z8 seinen Reiz verloren hätte, sondern aus jenem sehr viel menschlicheren Grund, aus dem irgendwann auch die besten Sammlungen wieder kleiner werden.

Heute stehen 29.200 Kilometer auf seinem Kilometerzähler.

Nicht geschätzt, nicht „abgelesen“, sondern original und durch seine Historie nachvollziehbar.

Noch bemerkenswerter ist vielleicht etwas anderes: Seine Karosserie befindet sich vollständig im Erstlack.

Keine nachlackierte Flanke, keine kosmetisch aufgehübschte Vergangenheit, keine irgendwann beseitigte Unfallgeschichte. Der Z8 ist unfallfrei und hat seine silbermetallic lackierte Außenhaut so bewahrt, wie sie das Werk verlassen hat.

Nach einem Vierteljahrhundert ist Originalität dieser Art schwerer zu finden als ein glänzendes Auto.

Glänzend machen kann man schließlich vieles.

Original nicht.

Sein Gesamtzustand darf ohne die bei Fahrzeugbeschreibungen sonst übliche dichterische Freiheit als neuwertig bezeichnet werden. Das schwarze Vollleder, die Bedienelemente und sämtliche Details erzählen dieselbe Geschichte wie Kilometerstand und Lackierung: Dieses Auto wurde benutzt, aber niemals verbraucht.

Und natürlich trägt er jene Farbkombination, die man sich beim Gedanken an einen Z8 beinahe automatisch vorstellt: Silbermetallic über schwarzem Vollleder.

Man könnte einwenden, dass es seltenere Farben gibt.

Sicher.

Aber auch ein Smoking wird nicht dadurch besser, dass man ihn orange bestellt.

Gerade in Silber kommen die Flächen und Proportionen dieses Entwurfs mit jener Klarheit zur Geltung, die wesentlich dazu beigetragen hat, dass der Z8 heute noch genauso selbstverständlich aussieht wie bei seiner Vorstellung vor mehr als einem Vierteljahrhundert.

Auch das Zubehör hat die Jahre vollständig überstanden.

Das originale Hardtop ist ebenso vorhanden wie die Persenning und das weitere werksseitig zum Fahrzeug gehörende Zubehör. Selbst das damalige Telefon ist noch dabei – ein kleines technisches Zeitdokument aus einer Epoche, in der ein Mobiltelefon im Auto noch erwähnenswert war und ein Bildschirm im Armaturenbrett keineswegs als Menschenrecht galt.

Vor Übergabe erhält der Z8 eine aktuelle Inspektion; auch die Hauptuntersuchung wird frisch durchgeführt.

Damit steht hier nicht einfach ein BMW Z8 mit geringer Laufleistung.

Hier steht ein im Juli 2001 erstmals zugelassenes Exemplar mit original 29.200 Kilometern, vollständig erhaltenem Erstlack, unfallfreier Karosserie, lückenlos dokumentierter Historie, komplettem Zubehör und einem Erhaltungszustand, der erkennen lässt, wie dieses Auto während seines gesamten bisherigen Lebens behandelt wurde.

Und inzwischen wissen wir außerdem etwas, das man bei seiner Präsentation nur vermuten konnte:

BMW würde ein solches Auto nicht noch einmal bauen.

Nicht diesen Motor. Nicht diese Konstruktion. Nicht diese Kombination aus großem frei saugendem V8, Handschaltung und Hinterradantrieb. Und vermutlich auch kein Auto mehr, dessen Existenz sich so wunderbar schlecht mit einem Produktplan erklären lässt.

Das macht den Z8 heute bedeutender, als es seine 400 PS, seine geringe Stückzahl oder sein inzwischen längst etablierter Sammlerstatus allein erklären könnten.

Er steht für einen Augenblick in der Geschichte von BMW, in dem Ingenieure und Designer noch einmal zeigen durften, was möglich war, wenn ein Auto nicht möglichst vielen Anforderungen gerecht werden musste.

Und vielleicht liegt genau darin sein eigentlicher Wert.

Nicht darin, wie schnell er fährt.

Nicht darin, was heute für ihn bezahlt wird.

Und auch nicht darin, wie wenige Kilometer dieser hier zurückgelegt hat.

Sondern darin, was geschieht, wenn man die lange silberne Haube vor sich sieht, den V8 startet, den ersten Gang von Hand einlegt und für einen Moment wieder versteht, weshalb Menschen sich überhaupt in Automobile verlieben konnten.

Der Z8 ist deshalb nicht einfach ein alter Sportwagen.

Er ist die Erinnerung an eine Zeit, in der BMW sich einen Traum erlaubte.

Und dieser hier hat offenbar sein ganzes Leben darauf gewartet, dass jemand ihn genau so bewahrt.